Familien vor dem Auswandern

Im Laufe meiner langjährigen Erfahrung als Trainerin/Beraterin für Manager die entweder nach Großbritannien oder in den arabischen Raum auswandern habe ich bei 99% der Teilnehmer eine Vorfreude auf das Anstehende erlebt.

Interessant war kürzlich ein Training mit einer Familie (2 Erwachsene und 3 Kinder), die nach Großbritannien gingen, weil der Vater dorthin versetzt wurde. Die Eltern und die zwei jüngeren Söhne (9 und 12 Jahre alt) waren gespannt und aufgeregt auf das, was auf sie in der neuen Heimat zukommt. Die Tochter (15 Jahre alt) empfand die Auswanderung nicht als großes Abenteuer. Sie beschuldigte die Eltern, sie würden sie von ihren Freunden entfremden und meinte trotzig, sie hätte keine Lust ihren Heimatort zu verlassen. Neben den Auswirkungen der Pubertät,  hatte sie schlicht Angst vor dem neuen Leben im Ausland.

In dem Training habe ich sie und ihre Ängste ernst genommen und ich vermute, dass erst in diesem Training den Eltern die Ängste und Sorgen richtig bewusst wurden. Man mag darüber lachen, aber als ich das Mädchen darüber aufklärte, dass es auch in England Facebook gäbe und man darüber hervorragend mit den Freunden in Kontakt bleiben kann und recht schnell neue aus England hinzufügen wird, hatte ich das Gefühl, sie war erleichtert. Ob sie ihre deutsche Soap-Opera in England sehen kann, konnte ich ihr nicht versprechen, habe ihr aber verdeutlicht, dass sie wahrscheinlich durch neue Freunde in England, die Serie gar nicht vermissen wird. Da die neuen Freunde die Serie nicht kennen, könnte sie sich mit ihnen auch nicht darüber austauschen.

Ich habe ihr Handlungstipps gegeben, für den Fall, dass es in der Schule zu Konflikten kommen sollte. Als Trainerin mit eigenen Expat-Erfahrungen seit Kindheit an, konnte ich der Tochter auch aus eigenen Erfahrungen erzählen und auch die dunklen Gedanken über die mangelnden Sprachkenntnisse nehmen.

Man muss die Ängste und Sorgen der Familienangehörigen beim Ausreisen ernst nehmen und Unternehmen sollten die ganze Familie zu den Vorbereitungstrainings einladen. Auch wenn dann aus einem ein-tägigen Seminar ein Zwei-tägiges wird – Das Geld ist gut investiert, denn verweigern sich einzelne Familienmitglieder während des Auslandsaufenhalts, wird das Projekt katastrophal enden, weil die Eltern sich höchstwahrscheinlich dafür entscheiden werden wieder nach Hause zurückzukehren, wenn Kinder sich nicht wohlfühlen.

Desiree McCourt

interkulturelle Seminare Arabien und Großbritannien

www.orient-ation.de

Veröffentlicht: 15. Februar 2012 | Thema: Kultur, Orient-ation, Seminar, Wirtschaft | Stichworte: , , , , , ,
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Good example for little cross-cultural competence – Lothar Matthaeus at Al-Jazeera

What the hell, was wrong with Lothar Matthaeus? A football expert with years of practice as football coach in many countries for ten years now, let himself go during  Live broadcast of the Champions-League at the Qatari TV channel “Al-Jazeera”.

One could call him a Star, yes a hero amongst the Arab Football fans. As TV pundit for Al-Jazeera Sport he recently had strange but remarkable appearance, which made me wonder about his cross-cultural competences despite his multinational career.

It seems the TV broadcast didn’t run smooth. That is no reason though to let yourself go the way he did. Life on TV he insulted his co-pundits by shouting they weren’t well prepared and even named his presumably well-paid job as “f*****” job. Furthermore he pointed out that he had something better to do in London.

watch the TV broadcast on Youtube: :Lothar Matthaeus lässt sich im arabischen Fernsehen gehen.

Poor Qataries! It is interesting to watch his victims of tirade. Shamefaced, humiliated, silent and turning into defensiveness. This probably has never happend to them before in life.

So please, let me tell you. Whenever you experiences difficulties in Arab countries, either as expat, businesspartner or tourist, you should never do the following mistakes:

 1. criticise publicly in presence of others and disregard the dignity oft the criticised person.

2. let your dialogue partner know that really „ you have better things to do“ than sharing time with the him or her,

3. let yourself go in public and not be in command of your feelings,

4. use the bad „F“-Word in public or on TV,

You will never have the chance to be seen as a respectable person and working and business contacts will silently turn their back on you.

Perhaps I should offer Mr Matthaes a cross-cultural-training, so an appearance like that shall never happen to him again. 

Thanks though for the great film case study on “What one should not do’” for my cross-cultural trainings..

Desiree McCourt

Veröffentlicht: 8. Mai 2011 | Thema: Orient-ation, Sport | Stichworte: , , ,
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Ein schlechtes Beispiel für interkulturelle Kompetenz – Lothar Matthäus bei Al-Jazeera

Lothar Matthäus ist ja immer für eine Schlagzeile gut. Ich kenne ihn zwar nicht sehr gut. Weiss aber, dass er eine hervorragener Fussballspieler war und dass er etwas Pech bei der Wahl seiner Frauen hat. Ein Mann in seinem Alter kann sich natürlich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und ist seit 10 Jahren Trainer für internationale Teams. Seine internationalen Erfahrungen sammelte er in Österreich, Ungarn, Serbien, Brasilien, Israel und jetzt Bulgarien. Man könnte also meinen, dass Herr Matthäus in den letzten Jahren eine Menge an interkultureller Erfahrungen machen durfte. Gelernt hat er aber anscheinend nichts.

Kürzlich konnte man auf dem qatarischen Fernsehsender Al-Jazeera die Übertragung der Championsleague sehen, die auch von Lothar Mattheaus, einem Quotenkönig für die arabische Fußballwelt, moderiert werden sollte.

Nun, es lief wohl nicht alles so, wie er es sich vorgestellt hatte. Er ließ sich in der Öffentlichkeit völlig gehen – dies ist nicht nur in arabischen Ländern ein großer Fauxpas – sondern beleidigte auch noch seinen qatarischen Gesprächspartner bei der Live-Übertragung vor einem Millionenpublikum, indem er ihn dumm aussehen ließ und als nicht gut vorbereitet darstellte, dies auch in das Mikrophon für alle Zuschauer brüllte. Sogar das böse “F”-Wort fiel bezüglich des sicherlich gutbezahlten Jobs und ergänzte noch, dass er eigentlich was viel besseres in London zu tun habe. 

Hier der kurze Beitrag aus Youtube:Lothar Matthaeus lässt sich im arabischen Fernsehen gehen.

Es ist interessant zu beobachten, wie betreten die arabischen Moderatoren reagieren, sich nicht wehren und in eine innere Abwehrstellung gehen.

Bei allen Schwierigkeiten, denen man in der arabischen Welt, entweder als Expat, Geschäftspartner oder Tourist, begegnet, sind dass die vier schlimmsten Fehler, die man begehen kann:

1: einen Gesprächspartner vor Zeugen bloßstellen und beleidigen, so daß dieser sein Gesicht verliert,

2: dem anderen zu verstehen geben, dass man eigentlich etwas viel Besseres zu tun hätte, als sich mit ihnen zu beschäftigen,

3: sich in der Öffentlichkeit gehen zu lassen und seine Gefühle nicht zu beherrschen,

4. der Gebrauch des bösen “F”-Wortes in der Öffentlichkeit, bzw. vor einem Millionenpublikum im Fernsehen,

Vielleicht sollte ich mal Herrn Matthäus ein Interkulturelles Training anbieten – damit ihm soetwas nicht wieder passiert - 

Das ganze Schauspiel war ein herrliches Filmbeispiel eines “Don’t” für Interkulturelle Trainings.

Desiree McCourt


Veröffentlicht: 8. Mai 2011 | Thema: Kultur, Orient-ation, Sport | Stichworte: , , , , , , ,
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Living and Working in the UK: The Royal Wedding today

“What’ all this fuss about the Royal Wedding in London?”, you might think. No one really could escape this event in the past months in the UK, unless one has been living in a hut up in the Highlands without electricity. The Royal Wedding of William and Kate is by far the biggest event this weekend.

All magazines, newspapers and any kind of news channels, not just in Britain are devoting lots of their programs and articles on this event.  Declared as a national holiday in the United Kingdom (UK) it shows the importance of the royal wedding for the nation.Family Prince of Wales

British heritage

The British people are proud of their history, traditions, heritage, customs and culture. And the British Monarchy is an essential part of it all. Until today the royal family is involved in day to day representation of the nation and hence is a relief to the work of the British government. Now the broadcast of the royal wedding around the world is an excellent occasion for the British to show their Pride.

Furthermore William and Kate will be tomorrow’s King and Queen and the fact that Kate, or officially called Catherine, comes from a middle-class family mirrors a fresh and modern perspective for the British monarchy.

Arrangements

For weeks now, the Union Jack is ruling all over London. Along the streets and in shops. Well and rising security checks and rehearsals of the Life Guards continued all past week.

  Partying

While thousands of Brits and tourists plan to attend the event in the streets of London or at venues all over Britain today, millions will be watching the events on TV or Internet and enjoy themselves with private “Royal Wedding Parties”. Even in China I have been told.

Commercial Factor

The royal wedding is a great commercial opportunity for British tourism and economy. It’s the time for Hotels, BnB’s Restaurants and Shops.  Gift shops are taking advantage of this royal event, selling special merchandise with pictures of the royal couple. One finds the usual postcards, mugs or tea-towels but also rather bizarre items like condoms and biscuits portraying William and Kate. Also, one mustn’t forget the all the bargains and discounts of many shops celebrating the wedding in that way.

 

Antagonists

As millions of people celebrate the royal wedding, some Brits are actually running away from it. Many will simply use the extra day off for a long Weekend as due to May Day work only starts next Tuesday.

Especially Londoners try to get away from it all with Tourists and Media from all over the world overrunning the capital. Also, there is some contention around the royal wedding that financial cost isn’t justified amid these difficult economic times in Britain.  

If you are living in the UK, be aware, the royal wedding will certainly be a topic of conversation. Next Tuesday for sure as everyone returns to work after this long weekend. Who cares about small talk topics of weather after such an event?

In the meantime, enjoy your time.

Desiree McCourt

© ORIENT-ATION 2011

Veröffentlicht: 29. April 2011 | Thema: Orient-ation | Stichworte: , , , , ,
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Leben und Arbeiten in Großbritannien: Die königliche Hochzeit

Man muss schon in einem alten Steinhaus ohne Stromanschluss in Schottland in den letzten Monaten verbracht haben, sollte man auf den Britischen Inseln leben und nichts von der heutigen Royal Wedding von William und Kate mitbekommen haben.  

Wenn Sie auf den Britischen Inseln Leben begegnete Ihnen dieses Thema bereits seit Monaten. Alle, Printmedien, Internet, Radio- und TV-Stationen widmen sich seit langem diesem Thema. Der Höhepunkt ist eindeutig seit letztem Dienstag, dem Tag nach dem Osterwochenende erreicht.

Die königliche Hochzeit ist im Vereinigten Königreich von so enormer Wichtigkeit, dass der heutige Hochzeitstag zum Nationalfeiertag erklärt wurde und somit alle Bürger ab heute ein langes Wochenende genießen können. Schließlich ist ja am Montag „Tag der Arbeit“  und somit hat jeder in UK vier freie Tage.

Viele Kontinentaleuropäer wundern sich über diese Aufregung in England zur Hochzeit. Warum ist das so und wie feiern die Menschen im Vereinigten Königreich den royalen Feiertag heute?

Family Prince of Wales at Mme. Tussauds, London

Family Prince of Wales, soon Catherine will join

 Der Nationalstolz

Die Briten sind sehr stolz auf ihre Nation, stolz auf die britischen Traditionen und Geschichte. Die königliche Familie ist ein elementarer Bestandteil dessen. Zumal die königliche Familie sehr präsent ist. Die gesamte Familie, nennt sich selbst „Die Firma“, übernimmt repräsentative Aufgaben und entlastet durch diese Arbeit nicht zuletzt die politische Regierung bei ihrer täglichen Arbeit. Dadurch ist sie natürlich jederzeit in den Medien vertreten und für jedermann sichtbar.

Die heutige Hochzeit ist die Gelegenheit für das Vereinigte Königreich dem Rest der Welt das nationale Erbe, die britischen Traditionen und Kultur, über sämtliche Kanäle zu präsentieren. Sprich: „Das Empire lässt grüßen“.

Natürlich freuen sich viele Briten über die Hochzeit von William und Catherine, auch Kate genannt, da beide irgendwann König und Königin des Landes sein werden. Sie werden künftig das junge und moderne Großbritannien repräsentieren. Und natürlich sind viele begeister, dass mit Catherine eine Bürgerliche den künftigen Thronfolger heiratet.

Die Vorbereitungen

Schon seit einigen Wochen ist London in einem Fahnenmeer geschmückt. Sehr schön war dies beim diesjährigen London-Marathon am 17.April sehen. Neben den Fahnen fand ständig irgendwo eine Probeparade der Soldaten der königlichen Life Guards, statt und nicht zuletzt konnte man die ansteigenden Sicherheitsvorkehrungen beobachten.

Auf Pressefotos sieht man Catherine Middleton in London an Geschäften vorbeilaufen, die sich für ihre königliche Hochzeit geschmückt haben. Restaurants, Pubs und andere Einrichtungen laden dazu ein, diese Veranstaltung des Jahres, bei Ihnen zu beobachten.

Die Hochzeitsfeier

Während tausende Briten und Touristen die Hochzeit auf den Straßen Londons verfolgen werden, wird die Feier von Millionen Menschen auf der ganzen Welt verfolgt. Entweder am heimischen Fernseher oder auf der Arbeit über das Internet. Es gibt sogar in China private „Royal Wedding Parties“ mit Tee oder BBQ.

Der Wirtschaftsfaktor

Natürlich ist die königliche Hochzeit auch ein Wirtschaftsfaktor. Wichtig für die Britische Tourismus Industrie, für die Londoner Hotels B&B’s und Gaststätten. Nicht zu vergessen, die vielen „Royal Wedding Souvenirs“. Da gibt es ganz traditionell, hübsche und kitschige Postkarten, Tassen, Fähnchen und Küchentücher oder Taschen mit dem Konterfei des Brautpaares. Aber typisch britisch verrück auch aussergewöhnliche Dinge wie Kondome oder Kekse mit den Abbildungen des Brautpaares. Und natürlich lassen sich viele Geschäfte durch den Ansturm der Touristen es sich nicht nehmen speziell zur Hochzeit Rabatt auf ihre Waren anzubieten.

Die Gegner

Auf der anderen Seite gibt es auch  Briten, die dem Trubel entfliehen. Da sich durch den Feiertag und das vorherige Osterwochenende die Möglichkeit für einen ausgiebigen Urlaub gibt.  Insbesondere Londoner fliehen vor dem Ansturm von Touristen und Presse. Da es in den Geschäften und Straßen übervoll ist und man nirgendwo mehr durchkommt.

Natürlich gibt es auch kritische Stimmen, die angesichts der prekären wirtschaftlichen Lage des Landes meinen, dass der Aufwand nicht gerechtfertigt sei und die Hochzeit ja schließlich eine Privatangelegenheit der königlichen Familie sei. Es gibt es auch Gegner der Königsfamilie, die die Gelegenheit nutzen ihren Unmut zu äußern. So wird es, wenn auch in den Massen verschwindend klein, eine kleine Protestdemonstration gegen die Hochzeit geben.

Ob jetzt für oder gegen dieses royale Event, sollten Sie im Vereinigten Königreich Leben, kommen Sie auch in den nächsten Tagen nicht um ein Gespräch darüber herum. Spätestens wenn am Dienstag wieder die Arbeitswoche beginnt. Es wird das Small Talk Thema sein und selbst das übliche Gespräch über das Wetter wird entfallen. Seien Sie also vorbereitet.

Ob Sie mitfeiern oder dem Trubel entfliehen, genießen Sie das  lange Wochenende, schließlich zeigt sich das Wetter, laut Prognose, von seiner besten, geradezu royalen Seite.  

Desiree McCourt

 © ORIENT-ATION  2011


Veröffentlicht: 29. April 2011 | Thema: Kultur | Stichworte: , , , , , ,
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Globalisierung der Arbeitswelt in der Zukunft

Unternehmen die weltweit exportieren, und das sind heute längst nicht mehr nur Großkonzerne sondern auch mittelständische Unternehmen, werden in den nächsten fünf Jahren mehr Mitarbeiter ins Ausland entsenden.

Es ist absehbar, das es einen Wettlauf zwischen China und Indien über eine wirtschaftliche Vormachtstellung in Asien geben wird. Egal wer gewinnt, beide aufstrebende Länder sind wichtige Partner für die Exportwirtschaft der westlichen Länder, so dass eine weitere Erschließung dieser Märkte ansteht.

Unternehmen senden ihre Mitarbeiter eher in diese und weitere asiatische Länder als in die aufstrebenden Regionen anderer Regionen. Die Länder des Nahen- und Mittleren Ostens, das Kerngebiet der Trainings von ORIENT-ATION, stehen an zweiter Stelle einer Studie „Up or out – Nächste Schritte für moderne Expats“ des britischen Wirtschaftsmagazins „The Economist“.

In dieser Studie bekräftigten fast 80 Prozent der Weiterlesen

Veröffentlicht: 16. April 2011 | Thema: Orient-ation | Stichworte: , , , , , , , ,
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